Schon zu ihren Lebzeiten verbreitete sich der Ruf ihrer Heiligkeit, und es entfaltete sich im Volk eine innige, vertrauensvolle Verehrung der frommen Schwester. Obgleich ihr und der Klostergemeinschaft vonseiten der Kirche strengstes Stillschweigen auferlegt worden war bezüglich der außergewöhnlichen mystischen Erfahrungen, drang ihr Ruf der Heiligkeit nach draußen, und Menschen in Not vertrauten sich ihrer Fürbitte an. Von wunderbaren Heilungen und Hilfe in vielfältigen Nöten wird berichtet.
Bis heute wird sie verehrt. Menschen kommen als Einzelne oder in Gruppen von nah und fern; sie legen Blumen nieder, zünden Kerzen an, beten an ihrem Grab und erhoffen Hilfe durch sie. Immer wieder werden Gebetserhörungen berichtet.
Am 17. Mai 1999 eröffnete der damalige Hochwürdigste Herr Erzbischof Dr. Karl Braun das Seligsprechungsverfahren in der Erzdiözese Bamberg. Besonders hilfreich erweisen sich hier die vielen handschriftlichen Aufzeichnungen der Schwester Maria Columba. Auf Anordnung des Fürstbischofs Adam Friedrich von Seinsheim musste sie all ihre mystischen Erfahrungen niederschreiben, selbst die von der Zeit vor ihrem Klostereintritt. Diese Berichte sind uns größtenteils erhalten und werden im Archiv der Erzdiözese Bamberg aufbewahrt. Zum Tausendjährigen Bistumsjubiläum Bambergs 2007 wurden sie der Öffentlichkeit zugänglich gemacht .
Für unsere Schwesterngemeinschaft ist die gottselige Schwester Maria Columba ein leuchtendes Vorbild und ein Ansporn für ein hochherziges kontemplatives dominikanisches Leben. Ihr tiefer Glaube und ihre unverbrüchliche Treue zu Gott und seiner Lehre, ihr intensives Leben in der liebenden Gegenwart Gottes, ihr Stehen im Kreuz und Leiden in glühender, heroischer Liebe zum gekreuzigten Heiland und zu den Seelen, all das liess sie heranreifen zu einer erfüllten, glücklichen Persönlichkeit zur Verherrlichung Gottes und zum Segen für die Menschen. Das dominikanische Motto der hl. Katharina von Siena könnte strahlend über ihrem Leben stehen:
"Alles zur Ehre Gottes und zum Heil der Seelen!"