Als sie elf Jahre alt war, starb ihre gute Mutter eines frommen Todes, nachdem sie ihre Kinder gesegnet und sie ermahnt hatte, allzeit Gott vor Augen zu haben und ihm zu gefallen zu suchen. Maria Anna betete nun, auch sterben zu dürfen. Doch Jesus, der ihr als Hirtenknabe erschien, sagte ihr, sie müsse ihm noch weiden helfen auf dem Weg des Kreuzes und des Leidens. So erhielt sie ihren Lebensauftrag: mit dem Heiland zu leiden für das Heil der Menschen.
"Alles Gott zulieb!" Das war ihre gute Meinung, die ihr alle Arbeit und Mühe leicht machte. Sie half im Haushalt, auf dem Feld und bei den Tieren. Für Jesus, der ja so viel für sie und für alle Menschen gelitten hat, nahm sie alles Schwere gern auf sich. Schon im zwölften Lebensjahr erwählte sie ihn als ihren einzigen Bräutigam.